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🇺🇸 Englisch Sprache & Kultur

Ähm, quasi, weißt du: Englische Füllwörter erklärt

Englische Füllwörter – um, well, like, you know – sind kein schlechtes Englisch. Sie lassen die gesprochene Sprache atmen. Hier erfährst du, was sie bedeuten und wann man sie benutzt.

Aktualisiert am 21. Jul 2026 4 Min. Lesezeit
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Füllwörterum, uh, well, like, you know — sind kein schlechtes Englisch. Es sind die kleinen Laute und Wörter, die der gesprochenen Sprache Raum zum Atmen geben. Muttersprachler verwenden sie ständig. Wenn du ihre Funktion verstehst, hilft dir das, schnelles Sprechen besser zu verstehen und selbst natürlicher zu klingen.

Lehrbücher tun oft so, als gäbe es Füllwörter nicht. Reale Gespräche sind jedoch voll von ihnen. Sobald man versteht, was das jeweilige Wort bewirkt, sind sie kein Störgeräusch mehr, sondern nützliche Werkzeuge.

Füllwörter sind keine Fehler

Wenn jemand sagt: „Well, I mean, it's kind of complicated“, kämpft diese Person nicht mit der englischen Sprache – sie denkt laut nach, während sie den Gesprächsfluss aufrechterhält. Füllwörter verschaffen Bedenkzeit, schwächen Meinungen ab und stellen sicher, dass der Zuhörer noch folgt.

Das bedeutet, dass die meisten Füllwörter keinen echten Inhalt transportieren. Für Lernende ist das eine gute Nachricht: Du kannst sie oft einfach ignorieren und trotzdem jedes wichtige Wort verstehen.

Die Akteure: Wer macht was?

Jedes Füllwort hat eine bestimmte Aufgabe. Hier sind die wichtigsten Akteure und ihre eigentliche Funktion.

Füllwort Funktion
um / uh Einen Moment Bedenkzeit gewinnen
well Das Wort ergreifen; Widerspruch abmildern
like Füllwort, Annäherung oder Zitieren
you know Prüfen, ob der Zuhörer noch folgt
I mean Sich selbst korrigieren oder präzisieren
actually Höflich ein Detail korrigieren
basically Eine kurze Zusammenfassung ankündigen
right? Schnelle Zustimmung einholen

Einige davon verdienen einen genaueren Blick. „Well“ mildert oft einen Widerspruch ab – „Well, I'm not sure about that“ klingt freundlicher als ein direktes „No“.

„Like“ funktioniert auf drei Arten. Als reines Füllwort bedeutet es nichts („It was, like, really good“). Als Annäherung bedeutet es ungefähr („like ten minutes“). Und in der Umgangssprache leitet es direkte Rede ein: „She was like, 'no way!'“ Letzteres musst du nicht selbst benutzen, aber du wirst es überall hören, also solltest du es erkennen können.

Sei etwas vorsichtig mit „actually“. Es ist praktisch für höfliche Korrekturen – „Actually, it's on Tuesday“ –, aber wenn man es zu oft benutzt, kann es so klingen, als wolle man anderen ständig widersprechen.

Warum das für Lernende wichtig ist

Füllwörter sind in zweierlei Hinsicht wichtig.

Beim Hören: Die Sprache von Muttersprachlern ist voll von ihnen. Zu wissen, dass sie keinen Inhalt transportieren, ist befreiend – wenn du „um“ und „you know“ hörst, kannst du sie einfach übergehen und dich auf die Wörter konzentrieren, auf die es ankommt.

Beim Sprechen: Ein gut platziertes Füllwort verschafft dir Bedenkzeit, ohne dass eine unangenehme Stille entsteht. Ein gelassenes „Well...“ oder „Let me think...“ klingt weitaus flüssiger als eine lange, nervöse Pause, während du nach einem Wort suchst.

Nutze Füllwörter als Werkzeug, um Zeit zum Nachdenken zu gewinnen. Wenn du einen Moment brauchst, erstarre nicht in Schweigen – greife zu „Well...“, „Let me see...“ oder „How can I put this...“ Diese Ausdrücke klingen natürlich, halten das Gespräch im Fluss und geben deinem Gehirn ein paar Sekunden Zeit, das nächste Wort zu finden.

Übertreibe es nicht

Füllwörter sind wie Gewürze, nicht die Hauptspeise. Ein ständiges „like“ in jedem Satz wirkt sehr jugendlich und extrem lässig. Unter Freunden ist das völlig in Ordnung, in einem Vorstellungsgespräch oder einer Präsentation schadet es dir jedoch eher.

Lockeres Gespräch Vorstellungsgespräch oder Präsentation
"It was, like, you know, really good" "It was really good"
"I basically just, um, tried it" "I tried it"

In formellen Situationen – Vorstellungsgesprächen, Präsentationen, Prüfungen – solltest du Füllwörter bewusst reduzieren. Eine kurze, bewusste Pause wirkt weitaus selbstbewusster als ein Satz, der mit „like“ und „you know“ gespickt ist. Hebe dir den entspannten, füllwortreichen Stil für Freunde und ungezwungene Gespräche auf.

Lerne weiter Englisch

Füllwörter lassen das echte Englisch atmen – erkenne sie, überhöre sie beim Zuhören und setze selbst ein paar gezielt ein, um ruhig und natürlich zu klingen. Übe das laute Sprechen mit Audio und Spaced Repetition in der Pretalk-App und baue das Satzgerüst auf, das deine Worte trägt, mit unserem Leitfaden zum englischen Satzbau.

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